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Berichte

2008-06-03 – Viele Wege führen zur Blutspende

Blutspenderehrung der Stadt Konstanz – Bedarf an Blut steigt

File-id: 181
Bürgermeister Claus Boldt (Mitte) freut sich mit Wolfgang Horstmeier (links) und Friedrich Ströbele, die für 100 Blutspenden geehrt wurden.
Foto: Nikolaj E. A. Schutzbach (2008-06-03)
Konstanz (-) Die alten Babylonier hätten bereits gewusst, dass das Blut eine äußerst wichtige Rolle für den Menschen spielt, berichtete Bürgermeister Claus Boldt anlässlich der Blutspenderehrung im Ratssaal. Im Gegensatz zu damals seien heute die Bestandteile und deren Funktionen weitgehend erforscht, sagte Boldt. Die Veranstaltung richtete die Stadt als Dank für die Blutspender beim Deutschen Roten Kreuz aus.
Geehrt wurden Spender, die 100, 75, 50, 25 oder zehn Mal beim Roten Kreuz ihren kostbaren Lebenssaft abgegeben haben. Rund 15 000 Blutspenden werden wöchentlich vom Blutspendedienst für Baden-Württemberg und Hessen angefordert. Der Bedarf steigt, gerade wegen des medizinischen Fortschritts, an. Krebspatienten benötigen das meiste Blut. Erkrankungen des Herzens und des Magen-Darm-Traktes bedürfen gleichfalls große Mengen.
Wolfgang Horstmeier hat das erste Mal in Dortmund gespendet. Als er 1972 nach Allensbach zog, trat er ins Deutsche Rote Kreuz ein und spendete weiterhin Blut. „Ich wollte etwas für die Allgemeinheit tun“, begründet er sein Engagement, durch das er 100 Mal sein Blut abgab. Friedrich Ströbele, auch ein „Hunderter“, kam über das Technische Hilfswerk dazu. „Da ich einer Hilfsorganisation angehörte, war es für mich selbstverständlich“, erklärt er. Außer in Konstanz besucht er auch die Termine in Allensbach und auf der Reichenau.
Ein Mann, der ungenannt bleiben möchte, hat 25 Mal gespendet. Sein Entschluss reifte durch die Krebserkrankung seiner Tochter vor 12 Jahren. „Sie hat viel Blut gebraucht. Da ist es mir und meiner Frau bewusst geworden“, sagte er. Joachim Schubert brachte es bisher auf 50 Spenden. Er hat 1963 angefangen, als er in Nabburg in der Oberpfalz beim Bundesgrenzschutz stationiert war. Dort sei es üblich gewesen, ins Krankenhaus zu gehen, wenn der „Spieß“ dazu aufgefordert hatte. Seine Frau Erwine hatte sogar direkten Nutzen davon, als sie einmal schwer erkrankte.
Bezirksschornsteinfegermeister Franz Madl hat sich von einem Freund überreden lassen einmal mitzugehen. „Und ich bin dabei geblieben“, freut er sich. Er und Johannes Hornstein sind für zehn Mal geehrt worden. Der 21-jährige Hornstein hat vor drei Jahren angefangen. Ihm hat sein Vater als Vorbild gedient. Seine Freundin Katharina Lauber hat wiederum ihren Partner als Vorbild genommen. Mit ihren bisher sieben Spenden muss sie noch etwas auf die erste Ehrung warten. Aber Johannes Hornstein und Katharina Lauber haben, wenn sie so weitermachen, gute Chancen sich irgendwann die Hunderternadel – oder sogar noch mehr – anstecken zu dürfen.

Ehrungen

Für 100 Mal Blutspenden wurden geehrt: Wolfgang Horstmeier, Jürgen Klitsch, Friedrich Ströbele;
75: Wolfgang Gau, Rudi Kunemann, Hilmar Lißner, Harald Reusch, Rainer Schmiederer, Elisabeth Schroff, Klaus Trummer;
50: Thomas Baumann, Helga Dahlmann, Jacques Garreau, Roswitha Kratzer-Koutsoudakis, Christian Mayer, Peter Rigling, Konrad Schmid, Joachim Schubert, Doris Suppes;
25: Pia Behnken, Hubert Boxler, Hannelore Brinkmann, Ute Delius, Alwin Demmler, Frank Egenhofer, Roland Erbert, Christian Filleböck, Jörg Fritz, Bernd Geray, Thomas Gutjahr, Elfriede Hamm, Hans Häring, Wolfgang Heimgartner, Jürgen Hohensteiner, Steffen Hoschka, Ursula Kaltenbach, Karoline Keller, Jürgen Keppler, Walter Lehner, Richard Lohrein, Klaus-Dieter Meßmer, Frank-Pieter Neelmeijer, Lauretta Odenweller, Michaela Schuster, Gabriele Straschewski;
10: Bernd Klauß, Stephan Koehler, Tanja Kraemer, Irene Kranz, Sandra Kudermann, Kuen Marion, Karl Kurschat, Svenja Leifert, Marc Lieske, Katrin Lometsch, Birgit Luther, Franz Madl, Maritta Menges, Bektas Meral, Liliane Moller, Katharina Netzer, Barbara Ningelgen, Daniela Nowatzek, Petra Okle, Armin Riegger, Sascha Robitsch, Josef Robold, Andreas Röß, Frank Roth, Herbert Saffrin, Marcel Sapper, Marcus Sauter, Manfred Schachtschneider, Bernd Jürgen Scheideck.
Autor: Nikolaj E. A. Schutzbach – Letzte Änderung: 2008-07-13 22:23:18

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