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Berichte
2007-08-05 – Ein Funkfinger für mehr Lebensqualität und SicherheitMalteser Hilfsdienst begrüßt den 1000sten Hausnotrufkunden – Schnelle Hilfe für Daheim
Konstanz (-) Wie ein unscheinbares Medaillon wirkt der „Funkfinger“ mit seiner Notruftaste: An einer Kordel um den Hals getragen, vermittelt er älteren Menschen rund um die Uhr ein sicheres Gefühl und bietet mehr Lebensqualität. Das kleine, leichte Gerät ist Teil des sogenannten Hausnotrufsystems.
Der Malteser Hilfsdienst (MHD) begrüßte im Bezirk Konstanz mit dem Ehepaar Christina (80) und Karl (82) Weigel seinen 1000sten Kunden. Bezirksgeschäftsführer Jürgen Raupp und die Leiterin des Hausnotrufdienstes Gabriele Dörflinger überreichten als Dank einen Blumenstrauß und eine Flasche Malteser-Wein. Das Ehepaar Weigel hat bis 1988 das Hotel Anker in der Sigismundstraße betrieben. Inzwischen leben die Weigels, wie sie selbst sagen, zurückgezogen. „Der Funkfinger gibt uns Sicherheit, dass wir gleich Hilfe bekommen“, sagt Karl Weigel. Seine Frau Christina erzählt von einer Bekannten, die gestürzt sei und der erst nach drei Tagen geholfen werden konnte, weil sie keine Möglichkeit hatte ans Telefon zu gelangen.
Die batteriebetriebenen und wasserdichten Funkfinger können auch wie eine Uhr am Armband getragen werden. Die Reichweite ist ähnlich wie bei einem tragbaren Telefon und reicht für eine normale Wohnung und den Garten aus. Ein Druck auf die große Taste aktiviert eine Sende- und Empfangsstation, die mit einer Freisprecheinrichtung ausgestattet ist. Im Gespräch der eigens hierfür vorgehaltenen Notrufzentrale lässt sich schnell die erforderliche Hilfe organisieren: Dies kann der hilfsbereite Nachbar sein oder der Rettungswagen samt Notarzt.
„Im Jahr 2006 gab es bei unserem Hausnotrufdienst rund 20 000 Anrufe mit 1798 Hilfeleistungen. 169 Mal schickten wir den Rettungsdienst“ berichtete Jürgen Raupp. Die Einrichtung besteht seit etwa 20 Jahren. Laut einer von Forsa durchgeführten Studie haben 30 Prozent der 60- bis 69-Jährigen den Begriff „Hausnotruf“ noch nie gehört oder gelesen. Bei den über 70-Jährigen seien es sogar fast 40 Prozent, ermittelte die Untersuchung.
HausnotrufDer Hausnotruf wird im Landkreis Konstanz außer vom Malteser Hilfsdienst auch vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) bereitgestellt. Er sichert den älteren Menschen mehr Lebensqualität. Der Umzug in ein Pflegeheim kann damit hinausgezögert oder ganz vermieden werden. Die Kunden können aus verschiedenen Leistungspaketen auswählen. Die Kosten können unter Umständen teilweise von der Pflegekasse übernommen werden. Kontakte: Gabriele Dörflinger (MHD), Telefon: 07531 / 8104-33 und Gabriele Fischer (DRK), Telefon: 07732 / 9460-33. (nea)
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