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Berichte
2007-11-09 – Brennende Küche im LandgasthofJahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Allensbach
Kaltbrunn (nea) Explosion in der Küche des Landgasthauses „Mindelsee“ beim Wildpark in Allensbach-Kaltbrunn. Der Koch und ein weiterer Mitarbeiter werden in der im Erdgeschoss liegenden Küche vermisst. Da der Rauch – dargestellt durch künstlichen Theaternebel – über das Treppenhaus in die Etagen darüber zieht, ist weiteren Personen – Gäste und Mitarbeiter – der Fluchtweg ins Freie verwehrt.
So lautete die Übungsvorgabe für die Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Allensbach. Am Freitag gegen 17.30 Uhr pfeifen die Piepser der Feuerwehrleute und heulen die Sirenen in den Ortsteilen. Von zu Hause eilen die Feuerwehrleute – darunter eine Frau – zu ihren Gerätehäusern, ziehen sich rasch um und steigen in die Fahrzeug, mit denen sie abrücken, sobald sie voll besetzt sind. Ob wohl alles sehr rasch geht, dauert es doch über zehn Minuten, bis die weit draußen liegende Einsatzstelle erreicht wird.
Einsatzleiter Siegfried Erne teilt die Einsatzstelle in zwei Abschnitte auf: Vom Haupteingang her beginnen die Feuerwehrleute mit der Menschenrettung und Brandbekämpfung über das Treppenhaus, auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite unterstützt die Drehleiter die Brandbekämpfung. Insgesamt finden die Atemschutzgeräteträger acht „Opfer“ – dargestellt durch Angehörige der Jugendfeuerwehr – in dem großen Landhotel. Im Freien werden diese den Sanitätern der Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes aus Konstanz übergeben. In einer offenen Scheuer finden die „Verletzten“ und ihre Betreuer rasch Unterschlupf, denn der scharfe Wind lässt selbst warm eingepackte Zuschauer schlottern.
Spannend für die Einsatzkräfte wurde es zum Schluss noch einmal , als ein Atemschutztrupp mittels „Mayday“-Rufen einen sogenannten Atemschutznotfall meldete: Einer der Feuerwehrleute war in einem Obergeschoss „verletzt“ worden – so lautete die Regieanweisung – und konnte von seinem Partner nicht alleine ins Freie gerettet werden. Mehrere Feuerwehrleute begaben sich daher umgehend ins Gebäude auf die Suche nach dem „Verunfallten“. Er konnte schließlich gefunden und glücklich nach draußen gebracht werden, wo er von den Rotkreuzsanitätern umsorgt wurde.
Für Kreisbrandmeister Rolf-Jürgen Stoffel brachte die „nicht sehr bequeme Übung“ eine wichtige Erkenntnis: Für das Hotel – in dem rund 50 Gäste wohnen können – müsse dringend ein Einsatzplan erstellt werden, sagte er in den anschließenden Besprechung. Auch habe die Übung wertvolle Einsichten in der Ortskenntnis gebracht, so Stoffel. Bürgermeister Helmut Kennerknecht lobte die Einsatzkräfte, die ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt hätten. Galerien1 Galerien
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