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Berichte
2007-04-12 – Junge Studentin stirbt bei VerkehrsunfallAlkoholisierter Unfallverursacher überlebt schwerverletzt – Mit dem Auto auf die Gegenspur geraten
Allensbach (-) Bei einem Verkehrsunfall in der Nacht auf Donnerstag kam gegen 0.40 Uhr eine 20-jährige Frau auf der B 33 an der Anschlussstelle Allensbach West ums Leben. Der 22-jährige Unfallverursacher wurde schwer verletzt. Die Freiwillige Feuerwehr Allensbach befreite beide mit hydraulischen Rettungsgeräten aus ihren zerstörten Fahrzeugen.
Der mit knapp 1,5 Promille alkoholisierte Mann aus Überlingen war nach Polizeiangaben offensichtlich auf dem Weg in eine Konstanzer Diskothek. Dabei geriet er mit seinem Citroën auf die Gegenspur. Dort prallte er mit dem entgegenkommenden VW Polo der jungen Studentin zusammen. Der Polo wurde durch den heftigen Aufprall auf die dortige Verkehrsinsel geschleudert. Der heftige Schlag warf den Oberkörper und Kopf der Frau auf den Beifahrersitz. Sie war sofort tot.
Das Auto des Unfallverursachers schlitterte in einer bogenförmigen Kurve zurück über seine eigentliche Fahrspur und kam dann auf der Gegenspur zu stehen. Da zum Unfallzeitpunkt nur wenig Verkehr herrschte, gibt es keine Unfallzeugen. Die Besatzung eines zufällig an der Unfallstelle vorbeifahrenden Rettungswagens aus Überlingen übernahm sofort die Betreuung des Verletzten.
Die Freiwillige Feuerwehr Allensbach schaffte für den Notarzt und den Rettungsdienst mittels Spreizer und Schere einen Zugang ins Auto. Die Beine des Mannes wurden im Fußraum eingeklemmt, so dass diese erst durch Zurückbiegen der Pedale befreit werden konnten.
Da der Verdacht auf Verletzung der Wirbelsäule bestand, stabilisierten die Helfer den Körper mit Hilfe eines sogenannten „Ked“. Das Ked ist ein Korsett, das in Längsrichtung starr, aber in Querrichtung so beweglich ist, sodass es sich an die Körperform anpasst. Der Patient wurde damit aus seinem Sitz gehoben. Hierfür hatten die Feuerwehrleute zuvor das Dach des Autos mit einer hydraulischen Schere entfernt. Mit dem Rettungswagen kam der Mann ins Konstanzer Klinikum.
Das Dach des Polos wurde ebenfalls von den Feuerwehrleuten entfernt, so dass die Leiche der Frau geborgen werden konnte. Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei, geht diese davon aus, dass die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten eingehalten worden sind. Die Straße sei trocken und unbeschädigt gewesen; für andere äußere Einwirkungen auf der übersichtlichen Strecke gäbe es ebenfalls keine Hinweise, so der Polizeibericht. Der Sachschaden beträgt rund 16 000 Euro. Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Gutachter der Dekra zur Klärung der Unfallursache. Die B 33 war bis gegen 3.30 Uhr gesperrt. |
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