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Berichte
2008-06-15 – Die EBK überzeugen mit verantwortungsvollen LösungenNeues Verfahren für Kanalsanierung – Tag der offenen Tür bei den EBK
Konstanz (-) Die EBK überzeugen mit verantwortungsvollen Lösungen
„Die schmutzige Seite des Wassers soll kein Schattendasein führen“, forderte die Bundestagsabgeordnete Uschi Eid anlässlich des Tags der offenen Tür bei den Entsorgungsbetrieben (EBK). Als Stellvertretende Vorsitzende des Beraterkreises für Wasserversorgung und sanitäre Grundversorgung des UN-Generalsekretärs begleitet sie die Ausstellung „Tödliches Tabu Toilette“ zum internationalen Jahr der Sanitärversorgung.
Ulrike Hertig, Betriebsleiterin der EBK, sagte, dass 80 Prozent der Krankheiten in den Entwicklungsländern durch schmutziges Wasser und Hygienemängel entstünden. „Die Sanitärversorgung gilt seit 1840 als die wichtigste medizinische Entdeckung, noch vor der Entdeckung der DNA (Trägerin der Erbinformation) oder des Penicillins“, bestätigte Uschi Eid den hohen Stellenwert einer zeitgemäßen Abwasserentsorgung. Die Bundestagsabgeordnete der Grünen mahnte weiter, dass in den Ländern der Dritten Welt Verhältnisse wie im Mittelalter herrschten, wodurch täglich 5000 Kinder – mehr als an Aids – sterben würden.
Bürgermeister Kurt Werner dankte den über ein Hundert EBK-Mitarbeitern, dass sie „stets durch innovative und verantwortungsvolle Lösungen überzeugen“. Um ihrem hohen Anspruch an den Umweltschutz gerecht zu werden, haben die seit 15 Jahren bestehenden EBK in den 90-er Jahren als erstes kommunales Entsorgungsunternehmen ein Umwelt-Managementsystem eingeführt.
Die Kläranlage ist das Herzstück der Abwasserreinigung. Die vielen Besucher informierten sich im aufschlussreichen Lehrpfad an den verschiedenen Stationen über die einzelnen Arbeitsschritte, wie aus einer bräunlich-trüben und mit Abfällen durchsetzten Brühe klares Wasser wird, das ohne Schaden für die Umwelt in den Seerhein geleitet werden kann.
Um Regen- und Abwasser überhaupt reinigen zu können, wird es über ein umfangreiches Kanalsystem herangeführt. Gut gebaute Kanäle halten etwa ein Hundert Jahre. Bei der Renovierung von Kanälen wird die EBK in den nächsten Monaten ein neues Verfahren ausprobieren. Das sogenannte „Schlauchliningverfahren“ kommt ohne das Aufreißen von Straßen aus. Dabei wird ein eigens angefertigter Kunststoffschlauch in den Kanal eingelassen. Wird abschließend Warmwasser eingefüllt, härtet das Material aus und der Kanal ist für die nächsten 50 Jahre gerüstet. Die Kostenersparnis gegenüber der offenen Bauweise beträgt mindestens rund 50 Prozent.
Der Geschäftsbereich Abfallentsorgung beeindruckte die Besucher mit den großen Müllfahrzeugen. Die geöffneten Heckklappen ermöglichten Einblicke in deren gierigen Schlünder, die je so um die zehn Tonnen fassen. Deutlich ließen sich dabei zwei Systeme unterscheiden: Zum einen das mit der Presse, die den Müll nach vorne in Richtung Fahrerkabine drückt und zum anderen das mit der Trommel, die mit einer Art Innengewinde den Abfall aufnimmt und nach Änderung der Drehrichtung den Müll wieder ausspuckt. Galerien1 Galerien
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