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2005.08.09 – Die Bundespolizei zeigt blau
Fahrzeuge der Bundespolizei in neuem Erscheinungsbild – Angleichung an europäische Nachbarn
Bundespolizei
Grund für die Umbenennung des Bundesgrenzschutzes (BGS) in Bundespolizei (BPOL) zum 1. Juli 2005 waren die vielfältigen Aufgaben des 1951 gegründeten BGS, die sich längst nicht mehr auf den klassischen Schutz der Grenzen beschränken. Aufgabenerweiterungen oder Befugnisänderungen sind damit nicht verbunden. Die BPOL ist unter anderem auch Bahnpolizei, ist für die Sicherheit auf 14 Großflughäfen mitverantwortlich, schützt Verfassungsorgane des Bundes, wirkt an polizeilichen Aufgaben im Ausland mit und erfüllt Aufgaben auf der Nord- und Ostsee einschließlich des Umweltschutzes.
Weiterführende Informationen zur Bundespolizei auf deren Homepage unter www.bundespolizei.de.
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Konstanz (nea) Neu im Straßenbild sind blaue Polizeiautos. Zu Beginn dieses Jahres führte die Bundespolizei kostenneutral – soll heißen bei Neubeschaffungen – die Farbe blau bei Fahrzeugen und Hubschraubern ein, denn das Blau ist die gebräuchlichste Farbe der Polizeien in Europa.
Die Bundespolizeiinspektion (BPOLI) Konstanz hat die ersten Fahrzeuge bekommen und setzt sie in ihrem Zuständigkeitsgebiet – das sind die vier Landkreise Bodensee, Konstanz, Rottweil und Tuttlingen mit einer Fläche von rund 3 000 Quadratkilometern – ein. Die Grenzlinie des Gebiets ist 276 Kilometer lang; davon liegen 106 im Bodensee, deren grenzpolizeilichen Aufgaben dem Zoll übertragen sind. Außerdem ist die Konstanzer BPOLI für die Sicherheit von 250 Kilometer Bahnstrecke mit 65 Haltepunkten und Bahnhöfen mitverantwortlich. Grenz- und bahnpolizeiliche Aufgaben sind die Schwerpunkte der rund 250 Mitarbeiter, erklärte deren Leiter Kai Welzel im Gespräch mit dem SÜDKURIER.
Das Blau löst die bisher gebräuchliche Farbe grün ab und wird mittels Klebefolie auf die weiß lackierten Fahrzeuge aufgebracht. Geklebt werden auch die aus Reflexfolien ausgeführten Schriften und Streifen. Neu beschaffte Motorräder oder Hubschrauber werden ähnlich gestaltet. Nach einer Anordnung von Bundesinnenminister Otto Schily vom Oktober vergangenen Jahres werden auch die zukünftigen Uniformen blau werden.
Insgesamt 35 Fahrzeuge besitzt die Bundespolizeiinspektion Konstanz, erzählte Peter Seißinger, der zuständig für das Kraftfahr- und Verkehrswesen ist. Rund 10 Jahre lang bleibe ein Fahrzeug im Dienst, erklärte der Beamte. Seißinger wies auf eine praktische Neuerung aktueller Automodelle hin: Mit der "Motorweiterlauffunktion" können trotz laufendem Motor der Fahrzeugschlüssel abgezogen und die Türen abgeschlossen werden. So wird erfolgreich verhindert, dass Unbefugte sich unbeaufsichtigt an stehenden Autos vergreifen. Aus Sicherheitsgründen muss oft das Blaulicht eingeschaltet bleiben. Da dadurch die Batterie zu sehr belastet würde, muss der Motor mittels Generator die Stromversorgung sicherstellen. Der Motor stellt Dank der neuen Technik beim Versuch, Gas zu geben oder die Handbremse zu lösen, ab.
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Kai Welzel (rechts), Leiter der Bundespolizeiinspektion Konstanz, und Peter Seißinger, zuständig für das Kraftfahr- und Verkehrswesen, präsentieren einen Mercedes Vito und einen VW Golf in der neuen Farbgebung blau.
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Foto: Nikolaj Schutzbach