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2005.10.21 – Feuer beim Betanken
Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Allensbach
Allensbach (nea) An den zwischen zwei großen Holzschuppen gelegenen Zapfsäulen für Benzin- und Dieselkraftstoffe sei beim Betanken eines Fahrzeuges ein Feuer ausgebrochen, das auf zwei angrenzenden Bauten übergriff. So lautete die Übungsannahme für die Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Allensbach beim Golfclub Konstanz in Langerain im Gewann Kargegg. Ein Kamerateam des Film- und Videoclubs Konstanz war wieder dabei, um die interessantesten Szenen mitzuschneiden.
In den beiden betroffenen Gebäuden wurden mehrere Personen – dargestellt durch Jugendfeuerwehrangehörige – vermisst. Diese waren als erstes von den per Sirene und Funkmeldeempfängern ("Piepser") alarmierten Einsatzkräften – ausgerüstet mit Atemschutzgeräten – aus den mit Theaternebel dicht verrauchten Bauten zu retten. Parallel hierzu musste ein Arbeiter – dargestellt durch einen "Dummy" (menschenähnliche Puppe) –, medizinisch betreut werden, der in der am linksgelegenen Schuppen angebauten Fahrzeugwerkstatt mit beiden Beinen unter dem rechten Vorderrad eines Radladers eingekeilt wurde.
Sämtliche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Allensbach einschließlich der aus den Teilorten Langenrain-Freudental, Kaltbrunn und Hegne trafen ein. Einsatzleiter Josef Seel ließ zur Brandbekämpfung von den Löschfahrzeugen mehrere Schlauchleitungen verlegten. Der Wasserwerfer des Tanklöschfahrzeugs und ein weiteres Strahlrohr – von der Spitze der Drehleiter aus – spritzten große Wassermengen auf die "brennenden" Dächer. Aus einem benachbarten Weiher verlegten die Feuerwehrleute zwei Schlauchleitungen, die die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz ergänzten. Mehrere Gasflaschen kühlten die Feuerwehrleute aus einem Strahlrohr. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Allensbach mit Notarzt Hartmut Wevers betreute die "Verletzten".
In der anschließenden Übungsbesprechung zeigte sich Kreisbrandmeister Rolf-Jürgen Stoffel von der "Rettung", des unter dem Radlader eingeklemmten "Dummys", sehr angetan. "Die Rettung war erste Sahne", freute sich Stoffel. Einige klare Befehle von Gruppenführer Martin Wehrle klärten schnell die Lage: Entfernen des Rostes über der Grube, damit die Büffelwinde (eine Art Stempel zum Anheben schwerer Lasten) in der Grube unter der Vorderachse aufgestellt werden konnte. Damit war das Anheben des schweren Fahrzeugs keine Problem mehr und die Beine waren frei.
Fotos: Nikolaj Schutzbach