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2005.11.05 – Neuer Motor ist Antrieb für mehr Motivation

Zahl der Nichtschwimmer steigt – Dankesabend für die Rettungsschwimmer der DLRG

Konstanz (nea) Bei einem Rettungseinsatz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Juni kam für ein 14 jähriges Mädchen, das beim Jachthafen in schultertiefem Wasser ertrunken war, leider jede Hilfe zu spät. Die Schülerin konnte nicht schwimmen. Laut einer vor weinigen Tagen veröffentlichten Pressemitteilung des Gesamtverbandes der DLRG nimmt die Zahl der Nichtschwimmer zu.

Helferdank

Die DLRG Konstanz dankte ihren ehrenamtlichen Helfern für ihre Beiträge zum Wachdienst und in der Ausbildung. Die diesjährigen Spitzenleitungen erbrachten: Corina Kuginna (804 Stunden), Jürgen Helff (590,5), Michael Kuginna (528,5), Annette Knäble (403), Martina Weh (270), Natalie Knäble (218), Thomas Hofert (209,5).
Rolf Gruber, Vorsitzender der DLRG Konstanz berichtete dies beim Dankesabend für die Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer in den neuen Räumen des Wasserrettungszentrums "Adlerhorst" in der Weiherhofstraße. Gründe sind laut Pressemitteilung die Bäderschließungen. Damit gingen die Möglichkeiten der schwimmausbildenden Organisationen drastisch zurück und das Schulschwimmen fände vielfach nicht mehr statt, so die DLRG.
Erfreulich für den Konstanzer Vorsitzenden ist, dass der Verein inzwischen einen neuen Motor für das sturmtaugliche Boot "Philipp Hund" gefunden hat. VW-Marine aus Salzgitter stellt kostenlos – Gegenwert rund 20 000 Euro – einen Motor zur Verfügung. Als Gegenleistung für die Neuentwicklung erwartet der Hersteller in den kommenden Jahren ausführliche Erfahrungsberichte der Wasserretter. Der Einbau wird vom Fährebetrieb kostenlos vorgenommen, erklärte Gruber. Der neue Motor sei motivierend für die Bootsmannschaft, die in dieser Saison auf das Boot wegen eines Motorschadens hatte verzichten müssen, betonte der DLRG-Chef.
Über weitere Forschritte kann sich der Verein freuen: Die Wachstation am Hörnle wird derzeit abgerissen und von der Bädergesellschaft erneuert. Der aktuelle Bauabschnitt des Wasserrettungszentrums soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein, kündigte Gruber an.
Zwei Liegeplätze für die Rettungsboote der DLRG soll es im umgebauten Hafen in Staad geben. Die Arge habe eine "sozialverträgliche" Gestaltung der Bedingungen zugesichert, so der Vorsitzende . Die derzeitige Lage der Kasse lasse keine hohen Kosten zu. Der Vorsitzende betonte, dass neben den Spenden das Sponsoring durch Unternehmen weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der Konstanzer DLRG sein werde.
141 Ehrenamtliche erbrachten in der abgelaufenen Saison 8 540 Stunden. Darin sind erstmals neben den Wachstunden auch die der Schwimmausbildung sowie der Ersten-Hilfe- und Sanitätsausbildung erfasst. Ebenfalls erfasst sind rund 1 400 Stunden, die von Kindern und Jugendlichen erbracht wurden. Bei 55 Einsätzen brachten die DLRG 177 Mal Erste Hilfe. Diesen "mäßigen Wert" führt der Vorsitzende auf einen sehr launischen Sommer zurück. Bei 18 Regatten und sonstigen Veranstaltungen zu Lande und zu Wasser war die DLRG im Einsatz. Bei einem spektakulären Nachteinsatz im Juli bargen die Helfer gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr ein gesunkenes Motorboot, das mit einem Seezeichen kollidiert war.
Weitere Informationen über die DLRG gibt es auf der Homepage www.dlrg.de.
Mit Rolf Gruber (rechts), dem Vorsitzender der DLRG Konstanz, freut sich auch Skelett „Hugo“ (Mitte) über den ehrenamtlichen Einsatz von Annette Knäble, Michael Kuginna und Corina Kuginna (von links). Das Skelett hilft in der Ausbildung den Körperbau besser zu verstehen.
Foto: Nikolaj Schutzbach
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