medienberichte.de


2006.01.27 – Vier wichtige Tugenden einer Feuerwehr

Guter Personal- und Ausbildungsstand – Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Allensbach

Allensbach (nea) Die Werte Heimat, Gemeinschaft, Sicherheit und Hilfsbereitschaft seien die vier meistgenannten einer Untersuchung des Demoskopischen Instituts, berichtete Bürgermeister Helmut Kennerknecht bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im evangelischen Gemeindesaal. Das Ergebnis habe ihn zwar überrascht, aber es freue ihn auch, denn "wenn wir das zusammenfassen, ergibt das gerade die Feuerwehr", folgerte Kennerknecht und spielte damit auf wesentliche Tugenden einer Feuerwehr an.

Wahlen

Die Versammlung wählte die Abteilungskommandanten und deren Stellvertreter: für Allensbach Karl-Heinz Späth, Bernhard Kleiser, Ralf Engelmann, in Hegne Frank Koch, Karlheinz Lock, für Kaltbrunn Siegfried Erne, Michael Waidele und für Langenrain-Freudental Josef Seel und Hermann Schrof. In die Abteilungsausschüsse sind berufen: Friedbert Singler, Martin Wehrle (Allensbach), Wolfgang Eckert (Hegne), Jürgen Mayer (Kaltbrunn) und Berthold Straub (Langenrain-Freudental). Gegenkandidaten gab es keine und alle wurden ohne Gegenstimme gewählt.
Der Bürgermeister erinnerte an die "unseligen Brandanschläge", die bis vor kurzem die Allensbacher Bevölkerung beschäftigt hatten. Insbesondere das Feuer am 27. November in der Brunnengasse habe "das Potential ein Gemeindeviertel niederzubrennen" gehabt, so Kennerknecht. Er hoffe, dass mit der jüngsten Festnahme eines Verdächtigen, die Gefahr ein Ende habe, ergänzte er.
127 Aktive, 26 Jugendliche und 27 Angehörige der Altersabteilung zählte die Freiwillige Feuerwehr Allensbach zum Ende letzten Jahres. "Die Personalentwicklung ist im grünen Bereich", sagte der Stellvertretende Kreisbrandmeister Dieter Quintus, was bei vielen Feuerwehren nicht mehr der Fall sei. Ein dickes Lob richtete Quintus auch an den Bürgermeister, der für die Feuerwehrleute immer ein offenes Wort habe und deren geleisteten Dienst an der Allgemeinheit anerkenne.
Dass viel Arbeit hinter den Feuerwehrleuten liegt, war den Jahresberichten zu entnehmen. So gab es 44 Alarmierungen, 28 Feuerwehrangehörige besuchten unter anderem einen Sanitätslehrgang und die Höhenrettungsgruppe war bei mehreren Sucheinsätzen in der Marienschlucht tätig. Ein eher ruhiges Jahr war es für die Rettungstaucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die eng mit der Allensbacher Feuerwehr zusammenarbeiten.
Hans-Wilhelm Ubbelohde berichtete von seiner Tätigkeit als Notfallseelsorger. Der evangelische Pfarrer ist seit mehreren Jahren Mitglied der Feuerwehr. Er sowie seine zwei Kolleginnen und sechs Kollegen seien letztes Jahr landkreisweit zu 80 Einsätzen gerufen worden. Verschwindend gering seien dagegen die Anforderungen durch die Feuerwehren für ihre eigenen Einsatzkräfte. Dafür sei die Notfallseelsorge ursprünglich gegründet worden. Er ermutigte die Feuerwehrleute und die Einsatzleiter nach belastenden Einsätzen die angebotene Hilfe anzunehmen. Unterstützung erhielt er von Bürgermeister Kennerknecht, der erklärte, dass es gut sei mit jemanden darüber zu reden. Die Zeiten wonach es hieß, "ein Indianer kennt keinen Schmerz", seien vorbei und "nutzen sie die angebotene Rückfallebene", forderte Kennerknecht.
Die Freiwillige Feuerwehr Allensbach hat eine Homepage unter www.feuerwehr-allensbach.de und die Notfallseelsorger unter www.nfs-konstanz.de.
Karl-Heinz Späth (rechts), Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Allensbach, und sein Stellvertreter Frank Koch (links) freuen sich mit Ludwig Schieß (zweiter von links) über dessen Ernennung zum Ehrenkommandanten und mit Peter Blessing über dessen Ehrung für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Ludwig Schieß, war von 1981 bis 1996 Abteilungskommandant in Hegne und ist stellvertretender Leiter der Altersabteilung. In seiner aktiven Zeit hat der gelernte Schlosser viel Arbeit in das Hegner Gerätehaus gesteckt.
Foto: Nikolaj Schutzbach
[ HOME ]