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2006.11.04 – Die schwimmende Gemeinschaft funktioniert

Fast 8500 Einsatzstunden geleistet – Dankesabend für die Rettungsschwimmer der DLRG

Konstanz (nea) Ein recht ruhiges Einsatzjahr liegt hinter den Rettungsschwimmerinnen und -schwimmern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Konstanz, obwohl sie mehr Einsatzstunden als im Vorjahr leisteten. Letzteres dürfte am schöneren Wetter gelegen haben, sagte der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Helff beim Dankesabend der DLRG in der Kantine der ATM in der Max-Stromeyer-Straße. Helff sprang für Rolf Gruber ein, der beruflich im Ausland weilte.

Helferleistungen

Corina Kuginna (669,5 Stunden), Annette Knäble (478,5), Michael Kuginna (418,5), Jürgen Helff (434,0), Martina Weh (262,0), Christian Gnirs (198,0), Natalie Knäble (182,5), Michael Oberholzner (180,0), Britta Fischer (177,5), Thomas Hofert (167,5), Susanne v. Glassow (159,0), Christian Rinn (154,5), Melanie Oberholzner (142,0), Simone Knäble (141,0), Bruno Zachenbacher (132,0), Tessen v. Glassow (130,0), Tom Schächtle (127,5), Marc Hagen (126,5), Daniel Rinkes (125,5), Christian Rössler (123,5), Simon Zachenbacher (116,5), Beatrice Weh (109,0), Renate Wolters (106,0) (nea)
Sportbürgermeister Claus Boldt lobte die DLRG für deren hervorragende Jugendarbeit. Den Älteren sei es gelungen, die Jüngeren zu binden. "Ich hoffe, dass sie dabei bleiben", wünschte sich Boldt. "Ich habe den Eindruck, dass die Gemeinschaft funktioniert." Ob bei Eisrettungen, Regattasicherungen, Sanitätsversorgungen oder auf der Suche nach Vermissten – das Wohl ihrer Mitmenschen habe für die Rettungsschwimmer höchste Priorität, erklärte der Bürgermeister. Er freute sich darüber, dass es in der vergangenen Saison keine Ertrinkungsfälle mit tödlichem Ausgang gegeben habe.
Fast 8500 Dienststunden – Wachdienste am Hörnle und in Litzelstetten sowie Ausbildungen – leisteten die 112 Rettungsschwimmer und -schwimmerinnen, darunter zahlreiche Jugendliche. "Es gab nicht viele spektakuläre Einsätze", berichtete Helff. Zwei Wasserrettungseinsätze im Seerhein und am Hörnle im Frühling waren die herausragendsten Fälle, wobei zwei Menschen gerettet werden konnte.
Über 30 Sicherungsdienste, so auch am Seenachtfest, besetzte die DLRG Konstanz in der abgelaufenen Saison. Sehr kurzfristig kamen während der Fußballweltmeisterschaft Wachdienste am Klein Venedig hinzu. Dort galt es das Badeverbot durchzusetzen, das von Besuchern Südkurier-Arena öfters missachtet wurde.
Wie gefährlich es sein konnte, dort ins Wasser zu springen, schilderte Jürgen Helff recht anschaulich. In einer Halbzeitpause half er einem Zuschauer aus dem Wasser, der mit einem Kopfsprung ins seichte Nass gesprungen war und sich eine heftig blutende Kopfplatzwunde zugezogen hatte. Keine drei Minuten später wurde er von einer Kollegin auf die Seite gestoßen. Als er sich verwundert umdrehte, sah er, wie sie einen zweiten Verletzen an Land brachte. Auch dieser blutete ziemlich heftig am Kopf. "Es war für mich etwas ganz Neues, dass es tatsächlich Leute gibt, die kopfüber ins flache Wasser springen. Wer ist so blöd?", fragte er sich kopfschüttend.

Links

DLRG Konstanz
Einsatztaucher (Rettungstaucher) der DLRG Konstanz
DLRG
Sportbürgermeister Claus Boldt (Mitte stehend) gratulierte den Rettungsschwimmerinnen und -schwimmern der DLRG. Über ihre vielen geleisteten Stunden freuten sich Jürgen Helff, Annette Knäble, Michael Kuginna und Corina Kuginna (stehend von links). Die meisten Stunden der DLRG-Jugend leisteten Natalie Knäble und Michael Oberholzner (kniend von links).
Foto: Nikolaj Schutzbach
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