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2006.12.01 – Schilfbrand nach Blitzeinschlag

Baum krachte auf Auto – Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenau

Reichenau (nea) Ein heftiger Sturm bildete die Ausgangslage für die Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenau auf einer Streuobstwiese im Gewerbegebiet Tellerhof unterhalb der Hochwart. Durch den Wind war ein Baum auf ein geparktes Auto gestürzt. Benachbartes Schilf – dargestellt durch einen brennenden Strohballen – hatte durch einen Blitzeinschlag Feuer gefangen.
Mit diesen Informationen versehen, alarmierte gegen 19.40 Uhr die Leiststelle in Radolfzell die Reichenauer Feuerwehr über Sirene. Wenig später rückte das erste Löschfahrzeug zusammen mit Einsatzleiter Thomas Baumgartner aus. Dieser erkundete die Einsatzstelle und erkannte, dass sich in dem Auto niemand befand. Er entschied sich daher als erstes, den inzwischen ausgedehnten Flächenbrand zu bekämpfen, bevor dieser auf das beschädigte Fahrzeug übergreifen konnte.
Die Mannschaft des zweiten Löschfahrzeuges brachte einen Pulverlöscher in Stellung um für den Fall gerüstet zu sein, dass an dem total zerstörten Personenwagen ein Feuer ausbräche. Um ausreichend Licht zur Verfügung zu haben und um den Baum ungefährdet zerlegen zu können, bauten die Feuerwehrmänner mehrere Strahler auf und versorgten diese von einem tragbaren Stromaggregat.
Parallel hierzu machte die Bekämpfung des Flächenbrandes Fortschritte: Mit einem Strahlrohr und unter Pressluftatmern löschten die Feuerwehrleute das "Schilf" ab. Der Strohballen, diesen hatte Kommandant Andreas Schlegel angezündet um eine realistischere Darstellung der Einsatzstelle zu erhalten, verursachte ordentlich Qualm. Da dieser wegen des sich drehendes Windes – in Wirklichkeit blies nur ein schwaches Lüftchen – immer wieder zu den Zuschauern wehte, mussten diese öfters ihre Plätze verlassen. Schlegel kommentierte derweil die Darbietungen seiner Mannschaft.
Da dem ersten Löschfahrzeug, das 600 Liter Wasser mitführt, der Vorrat ausging, verlegten die Feuerwehrleute vom einem Hydrant in der Gewerbestraße eine 200 Meter lange Schlauchleitung zur Fahrzeugpumpe. Wenig später zeigten sich erste Löscherfolge beim Strohballen, was jedoch mit noch mehr Rauch und viel Wasserdampf verbunden war. Nachdem der Ballen auseinander gezogen war, gelang es rasch die Flammen zu löschen. Unterdessen hatte die andere Mannschaft den Baum zersägt und das Auto befreit.
"Eine Situation wie diese kann am Kindlebildparkplatz vorkommen", sagte Kommandant Schlegel bei der Nachbesprechung im Feuerwehrhaus. "Ich wollte weg vom üblichen Brandeinsatz in einem Haus mit Menschrettung", begründete er die diesjährige Übungsanlage. So hatte er dann viel Lob übrig für seine Leute: "Es ist sehr ruhig abgelaufen und es sah von außen sehr konzentriert aus", freute sich Schlegel.

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Freiwillige Feuerwehr Reichenau
Feuerwehrleute zersägen den Baum, der auf ein Auto gefallen ist.
Ein Feuerwehrmann zersägt den Baum, der auf ein Auto gefallen ist.
Das zerstörte Auto ist inzwischen vom Baum befreit. Ein Feuerwehrmann zersägt derweil die Reste des Baumstammes. Einen Pulverlöscher – vorne links – halten die Feuerwehrleute bereit, falls am Auto ein Feuer ausbricht.
Fotos: Nikolaj Schutzbach
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