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Berichte

2007-03-22 – Sorgen um Hallenbad-Zukunft

DLRG sieht Schwimmausbildung von Kindern und Jugendlichen gefährdet

Konstanz (-) Die ungewisse Zukunft des Hallenbades bereitet den Verantwortlichen von vier Ortsgliederungen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) große Sorgen. Dies wurde deutlich an der Jahreshauptversammlung der DLRG Dettingen-Dingelsdorf in deren Unterkunft im Strandbad Wallhausen. Sollte das Bad geschlossen werden, sieht die DLRG die Schwimmausbildung gefährdet.
Nicht nur historisch gesehen ist die Schwimmausbildung – insbesondere der Kinder und Jugendlichen – die wichtigste Aufgabe der DLRG. Hierfür benötigt die DLRG vor Allem in den Wintermonaten eine ausreichende Anzahl an freien Bahnen. Dabei ist nicht nur der Bedarf der Schwimmanfänger zu berücksichtigen, sondern auch die Möglichkeit die eigenen Kräfte aus- und fortzubilden. Erschwerend kommt für Alle hinzu, dass die ehrenamtlich tätigen Ausbilder tagsüber einer geregelten Arbeit nachgehen und daher erst ab dem späten Nachmittag zur Verfügung stehen. Ein Problem, wenn Kinder ausgebildet werden, die nicht spät abends nach Hause kommen sollen.
Die Trainingsmöglichkeiten seien knapp, sagte Heiner Fritze, der als Vertreter des Bezirks Bodensee-Konstanz und als Vorsitzender der Allensbacher DLRG sprach. Von einer denkbaren Hallenbadschließung seien die vier Ortsgliederungen Konstanz, Allensbach, Dettingen-Dingelsdorf und Reichenau betroffen, so Fritze. So seien jetzt schon die Trainingsmöglichkeiten knapp und in Allensbach nur Dank dem Entgegenkommen der Schmieder-Kliniken einigermaßen befriedigend, sagte Fritze. Dieter Gellrich, Vorsitzender der DLRG Dettingen-Dingelsdorf, ist sich mit seinem Kollegen einig, dass sie das Gespräch untereinander suchen sollten: Zum einen um den bestehenden Stundenplan zu verbessern und auch um die Zukunft des Hallenbades zu sichern.
Gellrich und Fritze befürchten, dass nach der üblichen Schließung des Hallenbades über die Sommermonate hinweg, dieses nicht wieder geöffnet wird. Beide denken da einen erwarteten Kostenschock anlässlich der Fertigstellung der Bodenseetherme, der Bädergesellschaft und Stadt zu dieser einschneidenden Maßnahme veranlassen könnte. Zudem gäbe es Gerüchte, dass der Vertrag mit dem Betreuer des Bades auslaufe und dieser bisher nicht verlängert worden sei, erklärte Fritze.
Aber nicht nur DLRG, sondern auch Schulen und Sportvereine sind von einer möglichen Schließung betroffen. Bäderschließungen wirkten sich „auf die schwimmerischen Fähigkeiten der gegenwärtigen Schülergeneration negativ aus“, ist in einer Pressemitteilung der DLRG zu lesen. Den hiesigen Verantwortlichen sind Nichtschwimmer an einem bedeutenden Badesee ein Graus. Gellrich und Fritze hoffen, dass die in nächster Zeit geplanten Gespräche mit allen Betroffenen zu einen guten Ergebnis führen.
Homepages: www.dlrg.de, www.bez-bodensee-konstanz.dlrg.de, www.dettingen-dingelsdorf.dlrg.de
Siehe Kommentar.
Autor: Nikolaj E. A. Schutzbach – Letzte Änderung: 2007-08-05 15:00:00

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