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Berichte

2007-09-22 – Ehemalige Malteser kehren Heim

Weitere Verbesserung der Verbandskultur angestrebt – „Homecoming-Party“ der Konstanzer Malteser

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Foto: Nikolaj E. A. Schutzbach (2007-09-22)
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Foto: Nikolaj E. A. Schutzbach (2007-09-22)
Konstanz (mhd/SK!) Es war wie eine Heimkehr: Bis aus Bremen reisten ehemalige Mitglieder des Konstanzer Malteser Hilfsdienstes zur ersten „Homecoming-Party“ an. Die ehrenamtliche Helfervertretung, die diese Veranstaltung organisierte, zählte über 150 Gäste auf der Dienststelle in der Friedrichstraße.
Dieses Treffen sollte für die vielen Ehemaligen ganz zwanglos sein, ohne gleich wieder eine Verpflichtung eingehen zu müssen, betonte der Stadtbeauftragte Wolfgang Stoiber. „Ich kann mir aber gut vorstellen, dass einige von ihnen zukünftig projektartig mitarbeiten“. In anderthalb Jahren stehen die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Konstanzer Malteser an. „Hier wird es genug Aufgaben geben, die fallweise übernommen werden können“, erklärte Stoiber. Eine weitere Idee beschäftig den Stadtbeauftragen: Die Gründung eines Fördervereins, die er sich gut aus Reihen der Ehemaligen vorstellen kann.
Für Jürgen Raupp, Geschäftsführer des Malteser Bezirks Bodensee, dient die Homecoming-Party zur weiteren Verbesserung der Verbandskultur. „Die ehemaligen Mitglieder haben den Malteser Hilfsdienst mitbegleitet und mitgestaltet“, sagte Raupp. Er möchte diese zukünftig regelmäßig informieren und nach Möglichkeit in das heutige Geschehen einbinden. „Es gilt zudem deren berufliche Fachkompetenz zu nutzen, egal ob Arzt, Ingenieur oder Computer-Spezialist. Jeder kann den Maltesern irgendwie helfen“, ist sich der Bezirksgeschäftsführer sicher. Dass die Idee bei den Ehemaligen auf fruchtbaren Boden fällt, scheint nicht unwahrscheinlich, wie verschiedenen Äußerungen zu entnehmen war.
Das Ehrenamt werde in Zukunft an Bedeutung zunehmen, erklärte Raupp „Dabei soll das Ehrenamt jedoch nicht ausgebeutet, sondern gehegt und gepflegt werden“, betonte er, „Wir wollen Zeichen setzen und zeigen, was durch Ehrenamtliche geleistet werden kann“. Der „Malteser Geist“ solle in den früher und heute Aktiven weiterleben, wünscht sich Jürgen Raupp.
Die Homecoming-Party soll nach Vorstellung des Bezirksgeschäftsführers nur eine von vielen Maßnahmen sein, diesen Geist am Leben zu halten. Er denkt dabei an das „Projekt Erneuerungsprozess“ (PEP), das schon vor zehn Jahren gestartet worden war und 2004 in einem Aktionsplan weitergeführt wurde. Dessen Entwurf sieht gezielte Maßnahmen zur Stärkung des Ehrenamtes in allen Bereichen vor: Angefangen von der Aufnahme neuer Helfer, über die Ausbildung und jährliche Gespräche bis hin zur verbesserten Einführung neuer Beauftragter.
Dass hier noch viel Nachholbedarf besteht, belegt eine Umfrage unter den Maltesern, wonach nur rund Zweidrittel sagen, dass sie ausreichend Einfluss auf die Tätigkeit im MHD nehmen könnten. Sogar 45 Prozent glauben, dass ihre Tätigkeit nicht ausreichend anerkannt ist.
Autor: Nikolaj E. A. Schutzbach – Letzte Änderung: 2007-11-13 23:43:23

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