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Berichte
2007-04-25 – Sinnvolle Orientierung vor der BerufswahlMalteser Hilfsdienst bietet Stellen für Freiwilliges Soziales Jahr und Zivildienst
Konstanz/Überlingen (-) Lebenserfahrung sammeln, überlegen welche Ausbildung sie machen wollen oder einfach etwas Praktisches und Sinnvolles tun, sind nur einige der Gründe, die junge Menschen dazu bewegen ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Zivildienst beim Malteser Hilfsdienst abzuleisten. Lydia Peterlik (20), Simon Woyciewski (19) und Michael Limberg (20) sind drei junge Menschen, sie sich für diese Aufgaben entschieden haben.
Michael Limberg ist Zivildienstleistender bei den Maltesern in Überlingen. Seine Einsatzgebiete sind in der Tagesbetreuung, im Hausnotruf oder im Mobilen Sozialen Dienst. Diese Aufgaben umfassen leichte Betreuungstätigkeiten, Einkäufe, Spaziergänge oder einfach nur da sein oder nach dem Rechten schauen. Für diese Aufgaben hat er sich entschieden, „weil ich etwas sinnvolles machen und nicht nur Hausmeister sein oder im Krankenhaus Betten schieben wollte“. Auf jeden Fall sei es mehr Arbeit als er es sich vorgestellt hatte und sehr abwechslungsreich. Intensive Erfahrung konnte er mit Menschen sammeln, die er in den letzten Wochen ihres Lebens begleitet hat.
Für Simon Woyciewski ist das FSJ der Ersatz für den Zivildienst. „Ich wollte nach der Schule ein Jahr Pause machen und überlegen, was ich machen will“. Als aktiver Malteser in Konstanz war für ihn schnell klar, was er im FSJ tun wollte: Er gibt unter anderem in Schulen und Betrieben Erste-Hilfe-Kurse oder begleitet Kindergärten beim Projekt „Abenteuer helfen“. Er genießt den Umgang mit Menschen. „Da ich Lehrer werden möchte, ist das eine gute Übung“, sagt Simon Woyciewski. Aufmerksam beobachtet er, wie seine Kursteilnehmer am Anfang sehr zurückhaltend sind und zum Schluss sich trauen zu helfen und dies auch können. „Das ist ein gutes Gefühl“, freut er sich.
Rettungsdienst, Krankentransport und Rückholdienst sind die Aufgaben von Lydia Peterlik, die ebenfalls ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Konstanzer MHD ableistet. „Als Rettungshelferin sammle ich viel Lebenserfahrung“, sagt sie. Sie lernt dabei, mit schwierigen Situationen umzugehen: „Es geht mir immer nahe, wenn wir einen Patienten verlieren“, erzählt Lydia Peterlik. Obwohl ihre Arbeit manchmal körperlich sehr anstrengend ist, freut sie sich über jeden erfolgreichen Einsatz. Jemanden zu helfen, der hilflos oder krank ist und sich als Teil eines Teams zu sehen, gibt ihr ein gutes Gefühl. Viel Abwechslung bietet auch der Rückholdienst, in ganz Deutschland ist sie unterwegs; die Reise führte auch schon ins italienische Genua oder in ein kleines Dorf in den französischen Alpen.
FSJ und ZivildienstWer bei den Konstanzer oder Überlinger Maltesern ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten möchte muss mindestens 18 und höchstens 27 Jahre alt sein und sich für mindestens 12 bis höchsten 18 Monate verpflichten. Als „Zivi“ kann ein Kriegsdienstverweigerer ebenfalls zum MHD. Das FSJ kann als Wehrersatzdienst anerkannt werden. Die Malteser bieten Unentschlossenen einen „Schnuppertag“ an. Ein FSJ oder Zivi erhält pro Monat – alle Leistungen eingerechnet – rund 500 Euro und ist sozial- und krankenversichert. Derzeit sind einige Stellen neu zu besetzen. Auskunft gibt für Konstanz: Regina Eismann, 07531 / 8104-10 und für Überlingen: Gabriele Sonntag 07551 / 970970 oder die Homepage: www.malteser.de
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