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Berichte

2007-04-26 – Sahara-Wetter in Deutschland

Malteser geben Erste-Hilfe-Tipps gegen Hitze und andere Sommergefahren

Sonne, Trockenheit und Hitze – der April 2007 bricht alle Temperaturrekorde. Die Meteorologen lassen uns ein sonnenreiches Wochenende erwarten. Auch für die kommenden Monate warnen die Wetterkundler vor Hitzewellen. Der Malteser Hilfsdienst (MHD) zeigt, wie man sich vor dem unheimlich schönen Wetter am Besten schützt.

Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand fördert das Hautkrebs-Risiko. Gerade Kleinkinder sind mit ihrer empfindlichen Haut gefährdet! Auch Erwachsene sollten ihre Haut sich langsam an die Sonne gewöhnen lassen, nicht zu lange sonnenbaden und Sonnenschutzmittel verwenden.

Sonnenstich

Zuviel Sonne führt zum Sonnenstich. Besonders Kinder und Personen mit keinem oder wenig Kopfhaar sind gefährdet. Die Anzeichen: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und ein roter, heißer Kopf. Deshalb: Vorbeugend den Schatten aufsuchen oder zu einer Kopfbedeckung greifen. Ist der Sonnenstich bereits da: Schnell in den Schatten, den Kopf erhöht lagern, Kopf und Nacken mit kalten Umschlägen kühlen, viel trinken. Anschließend zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.

Hitzschlag

Kühlen im Schatten ist auch die Lösung beim Hitzeschlag, der vor allem auftritt, wenn man sich bei schwül-warmer Witterung körperlich anstrengt und dazu noch die falsche Kleidung trägt, durch die der Körper keine Wärme nach außen geben kann. Oft erkennt man den Hitzeschlag an der hohen Körpertemperatur. Die Haut ist am Anfang rot, später fahl grau. In vielen Fällen ist das Bewusstsein gestört. Dann besteht Lebensgefahr: Notruf 19222.

Hitzeerschöpfung

Von dieser Art des Hitzeschadens sind besonders Jogger und Hobbysportler betroffen, deren Trainingsprogramm nicht an erhöhten Temperaturen angepasst ist. Starkes Schwitzen führt bei ihnen zu extremem Flüssigkeits- und Salzverlust. Sie frieren, sind nassgeschwitzt, kreidebleich und haben einen schnellen Puls. Die richtige Erste-Hilfe-Maßnahme: viel Mineralwasser oder isotonische Getränke trinken.

Verbrennungen

Immer wieder kommt es bei Grillpartys zu Verbrennungen: Zum Beispiel, wenn Sonnenfans in die Glut ihres Holzkohlegrills Benzin und Spiritus gießen. Bei einfacher Hautrötung: Nach ausgiebigem Kühlen mit Wasser Brand- und Wundgel auftragen. Bei Blasenbildung und großflächiger Hautrötung sowie bei offenen Brandwunden unbedingt den Arzt aufsuchen, bei mehr als fünf Prozent der betroffenen Körperoberfläche in jedem Fall den Notruf 19222 absetzen.

Insektenstiche

Nicht jeder Stich ist lebensgefährlich. Oft genügt es, die Stelle zu kühlen und dem Juckreiz zu widerstehen. Bei Bienenstichen ist der Stachel vorsichtig zu entfernen. Bei Zeckenbiss die Zecke nicht ersticken oder plattdrücken, sondern sie mit einer Drehung aus der Haut ziehen. Nur wenn jemand in den Mund gestochen wurde, ein Insekt verschluckt hat (etwa beim Trinken) oder Allergiker ist, sofort Notruf 19222: Es droht Erstickungsgefahr.

Ertrinken

Jedes Jahr ertrinken in Deutschland 700 Menschen. Dabei könnten viele überleben, wenn der Notfallzeuge richtig handelt. Nämlich: Notruf 19222 veranlassen. Den Betroffenen aus dem Wasser retten. Sofort die lebenswichtigen Funktionen überprüfen: Bewusstsein und Atmung. Ist die Person ansprechbar, sie zu ruhigem Liegen auffordern bis der Rettungsdienst eintrifft. Ist sie bewusstlos, atmet aber von selbst, muss die stabile Seitenlage herstellt werden. Hat die Atmung ausgesetzt, sofort mit Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen.
Diese Maßnahmen und viele weitere kann man in den Erste-Hilfe-Kursen der Malteser schnell und einfach erlernen. Zu jeder Jahreszeit! Homepage: www.malteser-kurse.de

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