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Berichte
2008-06-26 – Eisblock hält der Hitze standDämmung nach Passivhausstandard übertrifft Erwartungen – Zimmerer-Innung schenkt Hütte dem Kinderhaus am See
Konstanz (-) Gespannt warteten Zimmerleute und Zuschauer auf die Enthüllung des Eisblocks auf der Markstätte. Vor genau vier Wochen hatte die Zimmerer-Innung im Lankreis Konstanz die kalte Masse in einer gut isolierenden Hütte untergebracht. Diese war nach dem Passivhausstandard gebaut worden.
Die Schätzungen der Beteiligten und Zuschauuer war optimistisch, dass noch recht viel von dem Block übrig sein würde. Baubürgermeister Kurt Werner schätzte rund 70 Prozent, Zimmerer-Obermeister Georg Martin 65 Prozent und Walter Rügert, Pressesprecher der Stadt, 45 Prozent.
Sie alle sollten ihre Erwartungen deutlich übertroffen sehen. Nachdem das in einer Plastikplane aufgefangene Schmelzwasser abgelaufen war, wogen die Zimmerleute den verbliebenen Rest. Der ursprünglich rund anderthalb Tonnen schwere Eisblock wog immer noch rund 1200 Kilogramm. Damit waren über Dreiviertel erhalten geblieben.
„Meine Erwartungen wurden übertroffen“, sagte Willi Van Aaken aus Konstanz, Besitzer einer Eigentumswohnung. Er hatte auf etwa 25 Prozent Verlust getippt. Auch wenn für ihn die Erkenntnisse nicht direkt nutzbar sind, denkt er daran, sich in der Eigentümergemeinschaft für energiesparende Baumaßnahmen einzusetzen.
Oliver van der Waerden, Lehrer an der Kreuzlinger Waldorf-Schule, hatte ein ähnliches Ergebnis erwartet. Mit seinen Schülern war er schon vor einger Zeit dort gewesen und hatte mit ihnen Tipps abgegeben. Die Wette passte ihm daher hervorragend als Anschauungsunterricht.
Dem Lehrer fiel jedoch noch etwas auf: Bei der Bestimmung des Gewichtes hatten die Zimmerer unter anderem die Holzpalette, die Plastikplane, die Bebänderung sowie Stahlketten und -rahmen nicht vom ermittelten Gewicht abgezogen. Dies würde den ermittelten Prozentwert verfälschen und eine größere Restmenge vortäuschen als tatsächlich vorhanden. So etwa ein bis zwei Prozentpunkte dürfte dies, abhängig von der Masse der genannten Gegenstände, ausmachen. Am Erfolg der Aktion haben er und Bürgermeister Kurt Werner trotzt der Ungenauigkeit keinen Zweifel.
Für van der Waerden ist dieses Ergebnis Grund genug, über neue Fenster in seinem Haus nachzudenken, um die Isolation zu verbessern. Ein kompletter Umbau mit Wärmegedämmung erscheint ihm zu aufwendig.
Nachdem das kleine Häuschen sich auf der Markstätte bewährt hat, findet es beim Kinderhaus am See des Familienzentrums Stockacker seinen neuen Standplatz. Es wird bei deren Außenstelle beim Wasserwerk aufgestellt und den Kindern unter anderem als Spielhaus dienen. Dafür erhält die Hütte noch die bisher fehlenden Türen und Fenster. Elke Fuhrmann, Erziehungsleiterin der Tagesgruppen, und Günther Wagner, Abteilungsleiter Soziale Dienste bei der Stadt, nahmen das Häuschen im Wert von etwa 5400 Euro in Empfang.
Bügermeister Kurt Werner sagte, die Stadt fördere hohe Energiestandards bei Neubauten und engagiere sich bei Sanierungen, wie beim Feierabendheim mit seiner Umnutzung als Passivhaus. Zimmerer-Obermeister Georg Martin wies darauf hin, dass die modernen Dämmmaßnahmen nicht nur ein Kälte- sondern auch ein hervorragender Wärmeschutz seien, was bei vielen Hitzetagen mit über 30 Grad nicht zu vernachlässigen sei. Berichte
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