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Berichte
2008-04-27 – DLRG plant und baut neues FahrzeugTaucher können sich während der Fahrt anziehen – Ehrenamtliche Helfer wenden 1100 Stunden auf
Konstanz (-) Rund 1100 Stunden planten, berechneten und bauten Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Konstanz ihr neues Tauchgruppenfahrzeug (TGF). So konnten sie einen fünfstelligen Geldbetrag einsparen. Insgesamt muss die DLRG rund 38 200 Euro aufbringen.
Das Fahrzeug befördert sechs Personen. Für vier Taucher ist Ausrüstung – mit Sprecheinrichtungen unter Wasser – vorhanden. Diese kann während der Fahrt angezogen werden, sodass die Taucher nach dem Eintreffen ohne Zeitverzug ins Wasser können. Ergänzend werden zwei Trockentauchanzüge mitgeführt, die im verunreinigten Wasser oder im Winter eingesetzt werden. Sie umschließen den Körper dicht, sodass kein Wasser an die Haut gelangt.
Im Winter verladen die Retter auf dem Fahrzeug Eisrettungsanzüge und ein „Hansa-Board“. Dieses „Board“ ist ein leichtes, schwimmfähiges Kunststoffbrett, das über ein Sichtluke und diverses Haltegriffe verfügt. Ein Taucher kann mit diesem rasch über brüchiges Eis zu einer eingebrochenen Person gleiten und diese aufnehmen. Neben den üblichen Ausrüstungsgegenständen eines Einsatzfahrzeuges, wie eingebaute und tragbare Funkgeräte sind Leinen, Karten, Lampen und Werkzeuge verladen.
Das TGF ist auf einem Mercedes Benz Sprinter 313 CDI aufgebaut. Fast 3,5 Tonnen wiegt der Transporter. Der 2,2 Liter Diesel-Motor bringt das Fahrzeug mit seinen 95 Kilowatt auf maximal 165 Kilometer in der Stunde. Ein Radio mit eingebautem Navigationsgerät erleichtert die Orientierung außerhalb von Konstanz. Dank einem Hochdach können die Taucher im Inneren stehen, eine Standheizung sorgt für ein angenehmes Klima. Eine „Rundumbeleuchtung“ erhellt bei Nachteinsätzen die nahe Umgebung des Sprinters. Die Energieversorgung wird durch eine zweite Batterie und eine verstärkte Lichtmaschine sichergestellt.
„In den Ausbau haben wir die gesammelten Erfahrungen der letzten 20 Jahre einfließen lassen“, erklärte Clemens Menge, der vom Schubladensystem bis hin zu den vier Sitzen der Taucher alles am Computer konstruiert hat. Dazu gehörten auch Haltbarkeitsberechnungen, ohne die eine TÜV-Abnahme nicht möglich gewesen wäre. „Auf dem Markt haben wir weder Sitze noch Schubladenauszüge gefunden, die unseren Anforderungen entsprachen“, begründet Menge den ehrenamtlich betriebenen Aufwand.
Dank des erworbenen Wissens und den vorhandenen Plänen könnte die Konstanzer DLRG einfach weitere Tauchgruppenfahrzeuge bauen. Auch wenn’s nicht soweit kommt, für andere DLRG-Ortsgruppen werden die Konstanzer immer ein offenes Ohr haben, verspricht Clemens Menge.
Finanzierung des TGFZur abschließenden Finanzierung des TGF fehlt der DLRG Konstanz noch rund 18 500 Euro. Ein Zuschussantrag bei der Stadt ist bisher nicht beschieden worden. Trotzdem wird ein erheblicher Anteil der noch offenen Summe bei den ehrenamtlichen Helfern hängen bleiben. Daher suchen sie Spender: Sparkasse Konstanz, BLZ 690 500 01, Konto 23 705. Links
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