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Berichte
2008-05-31 – Pfarrgemeindemitglieder pflanzen 65 Meter Hecke neuAußenbereich der Loretto-Kapelle verschönert – Platten und Stufen aus Rorschacher Sandstein verlegt
Konstanz (-) Nach nur vierwöchiger Bautätigkeit auf dem Staader Berg sollen die Instandhaltungsarbeiten und die Neugestaltung des Außenbereichs an der Loretto-Kapelle pünktlich abgeschlossen sein. Am Samstagvormittag werden die Kirchengemeindemitglieder eine 65 Meter lange Hecke pflanzen. Am Abend soll nach einem Gottesdienst gefeiert werden.
Die rund 80 000 Euro teuren Maßnahmen wurden nötig, da die Sandsteinplatten schadhaft waren. „So konnten wir die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleisten“, erklärt Siegfried Musterle, Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Pfarrgemeinschaft St. Georg-Maria Hilf. Bei Untersuchungen für diese Arbeiten seien weitere Schäden entdeckt worden: Die Sandsteinsockel der offenen Bethalle seien „angefault“ gewesen und das Fundament der Kapelle feucht, berichtet Musterle über den zusätzlichen Aufwand.
Die strengen Auflagen des Denkmalschutzes hätten sie erfüllt, verdeutlicht das Vorstandsmitglied. Fünf der alten Sandsteinplatten, die noch gut erhalten sind, müssen wieder verwendet werden. Auf einem Plan ist genau eingezeichnet wo sie hinkommen. Alle neuen Platten sind aus Rorschacher Sandstein, genauso wie alle Treppenstufen, die sämtlich neu erstellt worden sind.
In die Arbeiten ist eine verbesserte Wegführung, das Entfernen einer kleinen Mauer zwischen Bethalle und Altar sowie eine Informationsstele mit einbezogen worden. Die Mauer ist durch Stufen ersetzt worden und schafft so eine bessere räumliche Nähe zwischen Pfarrer und Gläubigen. Eine zu hohe Hecke und einige Bäume mussten ebenfalls weichen. Aus Landschafts- und Umweltschutzgründen seien jedoch sechs neue Bäume gepflanzt worden, berichtet der Stiftungsrat.
Die 250 Büsche für die Hainbuchenhecke werden Gemeindemitglieder selbst pflanzen. „Die spart uns rund 4000 Euro“, freut sich Musterle. Sie wird nicht mehr so hoch wie ihr Vorgänger. Schließlich ist dem engagierten Mann der Blick auf die Kapelle sehr wichtig. Überhaupt freut er sich, wenn er vom Staader Berg in die Ferne blicken kann: Ist der Platz gut gewählt, erreicht das Auge den Wasserturm und die Kirche St. Georg. Bei guter Fernsicht ist auch der Säntis zu erblicken.
Die Pfarrgemeinschaft feiert insbesondere bei besonderen Kirchenfeiertagen mehrmals im Jahr Gottesdienste bei der Kapelle. Hochzeitspaare haben den romantischen Ort für ihre Trauungen entdeckt. Wallfahrten soll es ebenfalls geben. Gefeiert wird meist unter der eichenen Bethalle, da die Kapelle im Innern weniger Platz bietet.
Die InfosteleEine neu geschaffene Infostele bietet einen kurzen geschichtlichen Abriss zur Konstanzer Loretto-Kapelle. Aus Dank für den Abzug der feindlichen Schweden im Jahr 1633 war sie erreichtet worden. Sie wurde 1638 geweiht. Ebenfalls informiert die Stele über 40 andere Loretto-Kapellen in der weiteren Umgebung in Deutschland und der Schweiz. Viele dieser Kapellen sind jedoch inzwischen zweckentfremdet. Trudbert Beyerle hat in jahrelanger Arbeit diese dokumentiert. |
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