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Berichte
2008-02 – Kostenlos telefonieren mit den Online-TelefonbüchernKeine Installation von Hard- oder Software erforderlich – Erweiterung der Internet-Telefonie
Kostenlos telefonieren – ohne irgendwelche Pauschaltarife fürs Telefon abschließen zu müssen oder gar Hard- oder Software zu installieren? Dieser Wunsch erfüllt sich für Nutzer von Internet-Flatrate-Tarifen. Diesen Dienst bieten verschiedene bekannte Anbieter von Online-Telefonbüchern an (Adressen siehe unten).
Erreichen lassen sich mit diesem Angebot allerdings nur gewerbliche Telefonanschlüsse: Wer sich beim Arzt einen Termin geben lassen, beim Bäcker seines Vertrauens die frischen Brötchen für Samstag vorbestellen, im Lieblings-Restaurant einen Tisch reservieren möchte, wird diesen Dienst nutzen können. Aber auch Stadt- oder Gemeindeverwaltungen sind so kostenlos erreichbar. Nachteil hierbei: Wenn keine Durchwahlen aufgelistet sind, muss das Telefonat über die Zentrale vermittelt werden.
Erkennbar sind die geeigneten Rufnummern an einem Telefonhörer-Symbol. Nach dem darauf Klicken öffnet sich ein Eingabefenster. Darin ist anzugeben in welchem Land sich der eigene Telefonanschluss befindet (außer Deutschland sind auch Österreich und Schweiz möglich), sodann die eigene Telefonnummer mit Vorwahl und der Zeitpunkt, an dem der Anruf erfolgen soll. Nach dem Klick auf den Anrufen-Knopf klingelt zum gewünschten Zeitpunkt der eigene Telefonapparat. Nach dem Abheben des Telefonhörers gilt es sich einige wenige Sekunden zu gedulden und der informativen Frauenstimme und dem Knacken der Schaltungen zu lauschen, bis dann endlich das Klingelzeichen beim Angerufenen ertönt, sofern dessen Leitung nicht besetzt ist.
Der Dienst ist in der Zeit von 6 bis 22 Uhr verfügbar. Ein Telefonat kann maximal 30 Minuten dauern. Ist statt einem Telefonhörer- ein Handy-Symbol zu sehen sind Telefonate ins Festnetz unbegrenzt und zu einem Handy-Anschluss bis zu 15 Minuten möglich. Die Verbindung wird beim Erreichen der maximalen Gesprächsdauer – nach entsprechendem Hinweis – automatisch getrennt.
Die Anbieter versprechen, die Telefonnummer nicht an den Gesprächspartner und selbstverständlich auch nicht an Dritte weiter zu geben. Außerdem wird die Rufnummer nicht übermittelt. Bedingung um dieses Angebot erfolgreich nutzen zu können sind zwei Leitungen: Auf einer wo gesurft und eine wo telefoniert wird. Was nicht funktioniert: Über Internet den Anrufwunsch loswerden und dann die Internet-Verbindung trennen um zu telefonieren, denn während der gesamten Zeit wacht ein kleines Programm über das kostenlose Telefonat.
Wer in seinem Internet Explorer die Sicherheitseinstellung zu hoch geschraubt hat, erhält möglicherweise eine Fehlermeldung. Lösungsmöglichkeiten und weitere Antworten finden sich in den FAQ (Frequently Asked Questions, häufig gestellten Fragen).
Im Oktober letzten Jahres haben die Stadler Telefonbuchverlag GmbH aus Offenburg und die Deutsche Telekom Medien GmbH mit ihren Partnerfachverlagen diesen Dienst als Erweiterung der Internet-Telefonie ins Leben gerufen. Die Finanzierung dieses Angebotes erfolgt durch Werbeeinblendungen, die während des Telefonats gezeigt werden. Gewerbetreibenden bietet sich zudem die Möglichkeit, die Funktionen des "Gratis Anrufen"-Knopfs zu erweitern: Beispielsweise um zusätzlich Anrufe vom oder auf das Handy oder eine automatische Rufumleitung zu ermöglichen.
Online-Telefonbücher: www.telefonbuch.de, www.dasoertliche.de und www.gelbeseiten.de. Ähnliche Dienste bieten (teilweise auch mit nicht-gewerblichen Nummern): www.11880.com, www.peterzahlt.de, www.goyellow.de, www.klicktel.de und www.inverssuche.de. |
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